Inline Graz

Tourenskate Badl/Peggau
04. August 2007

Tja, wieder einmal war ein genialer Tourenskate angesagt. Und wirklich, es fanden sich doch tatsächlich 8 Skater pünktlich am Treffpunkt ein. Nachdem Herby ja telefonisch Verspätung angesagt hatte rollten wir nach dem ersten Foto gemütlich Richtung Weinzöttl los. Dort trafen wir dann auch plangemäß auf Lilli und Herby. Das gemütliche aufwärmen bis zum Steinbruch war für unseren ersten Neuling Thomas leider schon zu anstrengend, so das er sich verabschiedete. Also weiter zum eigentlichen Skate. Unsere Dublin-Gast-Skaterin (sorry, Name wird nachgereicht)hielt sich (trotz quietschender Lager) überaus tapfer, war aber über die erste Rast bei Peggau schon sehr froh. Dabei erzählte sie auch gleich die unglaubliche Geschichte, warum sie ihre Ferien in Graz verbringt: um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern (und das in Österreich ggg) also hat sie sich im Google über Rollerblade den Grazer Cityskate herausgesucht und ist deshalb nach Graz gekommen, also ich dachte immer, wir sind verrückte Skater, aber das ist wirklich stark!! Nach dieser Rast vorbei am Steinbruch von Peggau und auf die andere Murseite. Retour Richtung Deutschfeistritz freute sich schon jeder auf den Trinkwasserbrunnen (nachdem sich Brigitta schon einen Schluck Wasser ausborgen musste ) Aber unser Irische Teilnehmerin zog sich dort den Schuh aus und die dort auftauchende Blase tat sogar jedem Zuschauer weh!! Mit viel kaltem Wasser, Pflaster und Verband wurde sie wieder fit gemacht und folgte uns ohne Murren zur Mittagspause. Leider war die Pizzeria wegen Urlaub geschlossen, aber unsere weiblichen Teilnehmer (einschließlich Leasingfrau Georg) erfreuten sich dafür umso mehr am Eis Die restlichen 18 km bis Graz haben sich Georg, Gerald und Herby beim ziehen und schieben unserer irin abgewechselt und so trafen wir gemeinsam gegen 19 Uhr wieder froh in Graz ein. Hoffentlich bietet die Saison noch einige Möglichkeiten, denn ein Tourenskate ist einfach schön, sowohl die Landschaft, als auch der Ablauf. Ich würde ja Kainachtal bis Bärnbach mit Bahnhofsrestaurant vorschlagen

Aus dem Tagebuch eines Touren-Neulings

Ein hoffnungsvolles Grüppchen von Skate-Begeisterten fand sich am Samstag bei (unter?) der Kalvarienberg-Brücke ein. Für mich als Touren-Neuling war schon das Auffinden des Treffpunkts ein mittelgroßes Problem, aber es sollte noch schlimmer kommen. Die 50-km Distanz schreckte mich nicht ab, schließlich hatte ich heuer schon an drei City-Skatings teilgenommen und war davon sehr angetan, und außerdem hatte ich heuer ja auch schon ein paar Runden im Schwarzl-Freizeitzentrum gezogen. Immerhin war der kurzfristig angekündigte Event ein willkommenes Alternativprogramm für die beiden zuletzt wg. Schlechtwetters abgesagten City-Skates.
Gerald schoss die ersten Erinnerungsfotos, Georg gab das Startsignal pünktlich um 14 Uhr. Ich hatte mich gewohnheitsmäßig mit meinen noppenbewehrten Langlaufstöcken als Schubhilfen bewaffnet und war noch gar nicht richtig in den Schlaufen, waren die in ihren Startlöchern scharrenden anderen TeilnehmerInnen - wie mir sofort klar wurde, durchwegs langjährig erfahrene Skaterprofis - losgeprescht und rissen sogleich ein beträchtliches Loch zwischen sich und mir, das ich erst bei notwendigen Stopps an Ampeln und Kreuzungen mühsam schließen konnte. In Andritz gesellten sich noch Lilly und Herbert zur Gruppe, ehe es richtig zur Sache ging und die Profi-Gruppe gegen Norden Richtung Gratkorn davonzischte. Ich hatte mich schlauerweise hinter dem breiten Rücken von Thomas in den Windschatten geklemmt, wir vermochten das Tempo der anderen allerdings nicht zu halten und waren froh, dass diese ausnahmsweise vor Gratkorn auf uns warteten und wir uns einen kurzen Trinkstopp genehmigten. Da lagen allerdings noch 45 km vor uns…
Thomas hatte kurz darauf in weiser Voraussicht kapituliert und trat den Rückzug an. Georg muss meinen verzweifelten Gesichtsausdruck richtig gelesen haben, jedenfalls gemahnte er die Truppe zu etwas gemäßigterem Tempo, was von den leistungshungrigen Teilnehmerinnen erwartungsgemäß nicht widerspruchslos hingenommen wurde. Allerdings ging es jetzt etwas leichter, und ich hatte auch Zeit und Muße für den einen oder anderen Smalltalk und die schöne Landschaft entlang der Rollerstrecke. So gelangten wir schließlich in einem abwechslungsreichen Auf und Ab über Friesach nach Peggau, wo mir die Skate-Profis völlig relaxet mit der Aussicht auf den Umkehrpunkt bei der Badl-Wand und einen baldigen Einkehrschwung in Deutschfeistritz frischen Mut zusprechen wollten. Ich hatte in der Zwischenzeit längst bemerkt, dass meine Stöcke für dieses Unternehmen eher hinderlich waren und kam ohne sie einzusetzen auch wesentlich besser voran. Das größere Problem hatte allerdings unser mitgereistes Girl aus Irland, das sich von den Strapazen eine schmerzende Blase am Fuß zugezogen hatte, Herbert hatte bei der Inspektion ihrer Skates während eines Zwischenstopps zudem einen kapitalen Rollenverreiber festgestellt. Ich konnte dabei mit der mitgenommenen Hausapotheke und bei der Versorgung der Wunde punkten, die durchwegs anteilnehmende Männerschaft überhaupt mit tröstenden Worten und allerlei kleineren und größeren Gesten, die das bedauernswerte Girl bis zum Schluss durchhalten ließen. Die noch immer energiegeladenen aber keineswegs geforderten Damen der Runde versüßten sich den Aufenthalt in Deutschfeistritz mit umso größeren Portionen Eis, danach ging es mit frischem Elan und gut gelaunt weiter. Georg hatte ab Stübing die für mich inzwischen nutzlos gewordenen Stöcke als brauchbare Zughilfen für unser lädiertes Girl aus Dublin erkannt. Er, Herbert und Gerald fungierten als kraftstrotzende Lokomotiven und brachten das Girl und uns alle wohlbehalten auf kurzweiligen und gut befahrbaren Wegen über Gratwein und Raach zurück nach Graz, wo gegen 19 Uhr ein abwechslungsreiches, mich forderndes, aber auch sehr schönes Gemeinschaftserlebnis zu Ende ging. Dank an Gerald für die Fotos, Dank an Sabine, Lilly, Georg, Herbert, Ulf, …, fürs Mitnehmen.
lg Karl

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